Umsetzung eines Shops für Füller und mehr

Mit der Idee beginnt die Umsetzung. Viel Zeit habe ich in die Entwicklung einer tragfähigen Businessidee investiert, denn besonders naheliegend ist die Neueröffnung eines Shops für Füller auf dem ersten Blick nicht. Am 1. Juni 2013 ging es los.

Nur mit Leidenschaft lassen sich neue Ideen umsetzen: Als ich mir zu meinem 40. Geburtstag ein Schreibgeräte-Set gegönnt habe – von Graf von Faber-Castell -, hat mich dabei einiges gestört. Vor allem empfand ich die verschiedenen Seiten mit Schreibgeräten als ziemlich wenig informativ. Ich kaufe ein super teures Produkt und erfahre nicht viel mehr darüber, als die Materialien, aus denen es hergestellt wurde? – Das fand ich schade. Eine Businessidee war geboren.

Erste Businessidee für einen Schreibwarenshop

Mit der konkreten Entwicklung dieser Idee habe ich im Juni 2013 begonnen, mir erste Gedanken gemacht, grob die Ausrichtung festgelegt. Damals startete ich auch erste Anfragen an Paymentanbietern, recherchierte zum Beispiel die möglichen Kosten für den Express-Versand.

Am 28. August 2013 wurde es dann mit der Reservierung von Internetadressen ernster: MiaSkribo sollte es werden, der Name ist Programm. MiaSkribo ist ganz bewusst ein Kunstname – und nicht, wie es mir vermutlich Suchmaschinenoptimierer geraten hätten, eine sprechende URL wie etwa schreibwaren-xyz oder ähnliches. Die Website meines Journalistenbüros zeigt sehr deutlich, dass eine Adresse nicht mit Suchbegriffen vollgepackt sein muss, um erfolgreich zu sein.

Erstes Grobkonzept für den Schreibwaren-Shop wird erstellt

Danach habe ich Freunde und auch einen Verband angesprochen, um mit ihnen die Grundzüge meiner Businessidee zu besprechen. Daraus habe ich doch recht wichtige Erkenntnisse gezogen: Der Verband fühlte sich auf Grundlage einer nicht mehr als zweizeiligen Mail in der Lage, samt und sonders mir dringend von der Idee abzuraten.

Meine Freunde hatten auch viele kritische, aber auch sehr inspirierende Einwände, die mich letztendlich ermutigten.

Es stellte sich also ein wenig eine Pattsituation ein. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich mich nicht durch ein negatives – wenn auch sehr bedeutendes – Feedback von einer Idee abbringen lasse. Ich habe mich dann entschlossen, die Idee weiterzuverfolgen und ab September 2014 ein Grobkonzept verfasst.

Bis Mitte Januar 2015 hat den der Designer Oliver Loibinger-Haase das Logo von MiaSkribo entwickelt, mich dabei äußerst kompetent beraten. Dann wurden die Visitenkarten gedruckt und eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet, denn Ende Januar ging es auf die Paperworld.

Diese weltweit bedeutende Messe für Schreibwaren war Inspirationsort und gleichzeitig auch Entscheidungsort für meine Idee: Mit Cleo Skribent konnte ich einen ersten Schreibgerätehersteller für meine Idee gewinnen, einen mobilen Vertrieb im Raum Köln mit einem Onlineshop zu kombinieren.

Programmierung der Schreibwaren-Website

Ab dann begann die Programmierung der Website. Aus verschiedenen Gründen nutzte ich dazu zunächst die Shopsoftware OpenCart, um dann aber im November 2015 zu WordPress und WooCommerce zu wechseln. Es stellte sich einfach heraus, dass WordPress für meinen sehr inhaltlichen Ansatz die bessere Lösung ist.

Generell habe ich mir für die Umsetzungsphase viel Zeit gelassen: Denn zum Einen ist das nicht mein Hauptbusiness – Geld verdiene ich natürlich stark mit meinem Journalistenbüro. Zum Anderen sehe ich keinen Sinn darin, einfach nur einen weiteren Shop aufzusetzen, der mehr oder minder lieblos vorhandene, werbliche Produktbeschreibungen online stellt.

Außerdem möchte ich Ihnen als Kunden natürlich vom ersten Tag an einen seriösen und kundenfreundlichen Shop bieten. Und das klingt nun einfach, ist es aber in der technischen und konzeptionellen Umsetzung gar nicht.

Ich hoffe, es ist mir gelungen. Auf Ihr Feedback bin ich auf jeden Fall gespannt.

Beginn der Beta-Phase

Am 27. Januar 2016 schließlich konnte ich mit der Beta-Phase starten. Damit konnte ich einen technisch voll funktionionsfähigen und ausgereiften Shop online stellen, bei dem eben Freunde und Verwandte in einer Art Live-Beta-Test dennoch ihre Kritikpunkte einbringen konnte. Inhaltlich war der Shop zu diesem Zeitpunkt erst beispielhaft aufgesetzt.

Richtig online ging es dann aber erst am 08. Oktober 2016 zur Fachmesse Insights-X. Ein erhebender Moment war, als ich die Website in einem kleinen Hotelzimmer für die Öffentlichkeit freigeschaltet habe. Die Insights-X war ohnehin sehr erfolgreich für mich, denn hier habe ich Kontakte zu Staedtler geknüpft. Seit dem 1. Dezember 2016 ist Staedtler mit seiner Premium-Linie bei MiaSkribo gelistet.