Der Tintenroller ist ein Zwischending zwischen Füller und Kuli.
Der Tintenroller ist ein Zwischending zwischen Füller und Kuli.Der Tintenroller ist ein Zwischending zwischen Füller und Kuli.
Foto: Canva.com/MiaSkribo

6 Fakten und Tipps zum Tintenroller

Erst 1963 wurde der Vorläufer des heutigen Tintenrollers entwickelt, zunächst nur mit mäßigem Erfolg. Das Besondere: Eine Kombination aus Tinte und Schreibkugel sorgen für ein neues Schreibgefühl.

Ein Tintenroller, oder auch Rollerball genannt, ist eine Mischung aus Kugelschreiber und Füller. Einerseits wird hier in der Regel eine Mine eingelegt – wie beim Kugelschreiber – andererseits beinhaltet diese Mine Tinte, die deutlich dünnflüssiger ist als in einem Kugelschreiber. Er ist also deutlich komfortabler zu bedienen, als der “charaktervolle” Füller.

1. Funktionsweise eines Tintenrollers

Der Tintenroller gibt über eine Schreibkugel wasserbasierte Tinte ab. Die Tinte des Tintenrollers ist dünnflüssiger als die eines Kugelschreibers und macht so ein gleitendes Schreiben möglich.

2. Geschichte des Tintenrollers

Der japanische Stiftehersteller Ohto hat 1963 das erste Tinten-Rollerball-System entwickelt. Es befand sich eine Tintenleiter und Tinte in einem geschlossenen Gehäuse, ähnlich wie bei einem Kugelschreiber. 1995 entwickelte die Karl Meisenbach KG das System INK-Liner. Das heißt, die Tintenleiter und die Schreibkugel mussten nun nicht mehr ausgetauscht werde, sondern nur noch die Tintenpatrone.

3. Schriftbild des Tintenrollers

Das Schreiben mit einem Tintenroller erzeugt ein gleichmäßiges Schreibbild, welches einem Füller ähnelt. Die dünnflüssige Tinte, die beim Aufdrücken durch die Schreibkugel auf das Papier abgegeben wird, trocknet allerdings sehr schnell. Durch die Schreibkugel benötigt der Tintenroller keine spezielle Handposition, um die Tinte auf das Papier aufzutragen. Das leichte Schreiben ist so auch aus einer geraden Handposition möglich. Sprich: Auch hier ist das Schreiben deutlich einfacher als mit dem Füller

5. Tintenspeicherung des Tintenrollers

Die Schreibkugel hat meistens einen Durchmesser zwischen 0,5 und 1,00 mm. Es wird zwischen drei Arten der Tintenspeicherung beim Tintenroller unterschieden.

  • Faserspeicher: Dies ist die ältere und vom Aufbau her einfachere Bauform. Dabei wird die Tinte in einem Speicher aus Polyesterfasern gehalten und über die Tintenleiter aus Fasern in die Schreibspitze übertragen.
  • Freie Tinte: Die Tinte befindet sich bei dieser Art der Speicherung in einem Tintentank. Die Tintenleiter verbindet den Tank mit der Schreibspitze.
  • Tintenbetankung: Eine recht neue Art des Tintenrollers, ist die Betankung mit einer Füllerpatrone. Das kommt zum Beispiel beim Tintenroller Aura von Cleo Skribent zum Einsatz.

6. Passenden Tintenroller wählen

Vom Schreibgefühl liegt der Tintenroller zwischen einem Kugelschreiber und einem Füller, wobei ich hier wirklich besonders die Patronen-Tintenroller empfehlen kann, denn hier fließt ganz normale Tinte aus einer Patrone durch. Diese kombinieren dann wirklich exemplarisch das Nutzungsgefühls eines Kugelschreibers mit dem Schriftbild eines Füllers. Zwar kann man natürlich den Tintenroller anders halten als einen Füller. Dennoch: Teste hier auch unterschiedliche Volumen aus. Je besser der Durchmesser des Tintenrollers zu Deiner Hand passt, desto besser und ermüdungsfreier kannst Du auch mit ihm schreiben.

joergstroisch

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